Drei Tage vor Fristablauf haben am Mittwoch, 11. Mai, die Leiter der Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis, Stephan Horn und Martin Schmitz, in Begleitung des heimischen Landtagsabgeordneten Jürgen W. Heike die Coburger Bewerbungsunterlagen zum „Digitalen Gründerzentrum Bayern“ für den Wirtschaftsraum Coburg im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie in München abgegeben. Einhellige Meinung dabei aus Coburger Sicht: es ist in enger Zusammenarbeit mit der IHK zu Coburg und Unterstützung aus der Hochschule Coburg eine authentische und sehr gute Bewerbung für die Region entstanden!

Oberbürgermeister Norbert Tessmer zeigte sich im Vorfeld des Abgabetermins entsprechend begeistert über die vor Ort entfachte Euphorie: „In der engen und ausgezeichneten Kooperation mit unseren Partnern können wir Coburger durchaus selbstbewusst in diesen Wettbewerb um bayerische Fördermittel gehen. Dabei wird unser Band der Wissenschaft am ehemaligen Güterbahnhofsgelände mit einem Digitalen Gründerzentrum, das in die Region ausstrahlt, weiter Fahrt aufnehmen.“, so der Oberbürgermeister.

Viele Vertreter von Institutionen wie der Kreishandwerkerschaft Coburg oder der Hochschule Coburg waren in Workshops und Gesprächen stets präsent. Auch die Unterstützung der benachbarten Landkreise, Städte und Gemeinden aus der Region war enorm. Dank geht vor allem auch an den IHK-Präsidenten Friedrich Herdan, an den Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel und deren Mitarbeiter in der IHK zu Coburg. Sie und die rund 40 Unternehmensvertreter aus Stadt und Landkreis Coburg haben sich aktiv mit ihrem Wissen eingebracht und somit maßgeblichen Beitrag für die Bewerbungsunterlagen geleistet.

„Im Coburger Land wird an einem Strang gezogen. Das zeichnet unser Konzept besonders aus, weil es eine Strategie von Unternehmern für Existenzgründer und Jungunternehmer ist.“ Landrat Michael Busch bringt damit auf den Punkt, dass die Mitwirkenden der Coburger Bewerbung, allen voran die Coburger Wirtschaft, nicht nur interessiert, sondern Willens sind, die Herausforderungen der Digitalisierung aktiv anzugehen.

Nun gilt es den weiteren Entscheidungsprozess im Bayerischen Wirtschaftsministerium gespannt zu verfolgen und die daraus resultierenden Ergebnisse zu erwarten.

Hintergrund:
In jedem Regierungsbezirk entsteht mindestens eine hochwertige Infrastruktur für Existenzgründer im Bereich Digitalisierung. Es können hierzu bestehende Gründerzentren ertüchtigt werden, d. h. vorhandene Räume um- oder ausgebaut und entsprechend ausgestattet werden, oder eine neue Einrichtung entstehen, z. B. durch die Errichtung neuer Gebäude oder die Anmietung erforderlicher Flächen.

Laufende Betriebskosten des Gründerzentrums müssen aus den Einnahmen finanziert werden und sind insofern nicht förderfähig. Die Höhe der Förderung für die unternehmerischen Netzwerkaktivitäten beträgt bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Kosten über den Bewilligungszeitraum hinweg, insgesamt aber maximal 250.000 Euro pro Jahr und für maximal fünf Jahre. Die Kofinanzierung darf nicht aus weiteren öffentlichen Mitteln erfolgen, hier ist die Initiative der Region, der Unternehmen gefragt.

Ziel ist es, Bayern als treibende Kraft der Digitalisierung in Deutschland zu etablieren. Die Entwicklung neuer innovativer Ideen bildet den Grundstein der künftigen bayerischen Unternehmenslandschaft. Um das Potenzial zu heben, ist die Unterstützung von Existenzgründern von zentraler Bedeutung. Der Freistaat wird das Ökosystem für Existenzgründer im Rahmen der Initiative „Gründerland.Bayern“ weiter verbessern.

Aus Oberfranken bewerben sich neben dem Coburger Land mit Bamberg, Hof, Kronach und Bayreuth weitere Regionen um die Fördermittel. Trotz Wettbewerb standen Stadt und Landkreis Coburg immer im konstruktiven Austausch mit den anderen Bewerbern aus Oberfranken. Der Regierungsbezirk wird durch seine Beiträge aus seinen verschiedenen Teilräumen wieder eine starke Visitenkarte als Wirtschaftsstandort in Bayern abgeben.