Recap 6. Gründer:Salon beim Coburger Designforum Oberfranken

Die Sommer-Ausgabe des Gründer:Salons fand Ende Juli direkt an Coburgs Fluß, der Itz, statt. Als Gastgeber für den Gründer:Salon lud das Coburger Designforum Oberfranken auf das Gelände des Güterbahnhofs, genauer: in die Alte Scheune. Gegenüber der mittlerweile als Eventlocation rege genutzten Pakethalle schlummerte dieses Kleinod lange hinter hohem Gras, bevor der 1. Vorsitzende des Vereins Coburger Designforum Oberfranken, Prof. Auwi Stübbe, das Gebäude für Designstudenten nutzbar machte. Sehr ursprünglich und natürlich bot die Holzkonstruktion den rund 30 Gästen des Abends eine besondere Atmosphäre.

Nach der Begrüßung durch Eric Rösner und Andreas Kücker als Vertreter von Zukunft.Coburg.Digital stellte Prof. Stübbe die Tätigkeiten seines Vereins im Umfeld von Studium und Neugründung vor. Hier werden den Studierenden, die vornehmlich aus den Studiengängen rund um Design und Innenarchitektur stammen, Möglichkeiten geschaffen, in Zusammenarbeit mit der Industrie Projektideen zu entwickeln und umzusetzen. Als eine der bekanntesten Aktionen bieten die Coburger Designtage den Studierenden regelmäßig Gelegenheit, ihre Kreativität bei der Gestaltung der Ausstellung und mit eigenen Exponaten der Öffentlichkeit zu präsentieren.

„Wir müssen mehr Freiräume schaffen, um kreative Ideen zu fördern.“
Prof. Auwi Stübbe, Coburger Designforum Oberfranken

Damit die Kreativen bessere Entfaltungsmöglichkeiten finden, hat sich Stübbe dafür eingesetzt, das Gebäude der Alten Scheune für die Nutzung durch Studenten instand zu setzen. Innovative Ideen werden durch ein inspirierendes Umfeld begünstigt, konstatiert der Professor, der damit von seiner eigenen Gründungserfahrung („Das ist alles schon ein bisschen her, da gab‘s die meisten von euch noch gar nicht.“) berichtet. Freiräume zu schaffen, in denen sich junge Akteure treffen und austauschen können, gemeinsam arbeiten und Projekte realisieren, hält er für sehr wichtig.

In seinem nachfolgenden Impulsvortrag stellte Prof. Jens Grubert die Entwicklung von Virtual und Augmented Reality Anwendungen vor. Schon seit den 60er Jahren werden derartige Technologien an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine eingesetzt. Entwicklungen der frühen Jahre wurden oft durch das Militär getrieben, bevor die Technologie auch in die zivile Nutzung Einzug hielt.

Derzeit arbeitet Prof. Grubert in seinem MixedRealityLab in Coburg  an einer Reihe von Forschungs- und Industrie-Projekten. Während die Virtual Reality dem Benutzer ein vom Computer erzeugtes Bild der Wirklichkeit projiziert, ergänzt die Augmented Reality mit Hilfe einer Datenbrille die reale Umgebung mit zusätzlichen grafischen Informationen. Hier gibt es bereits standardisierte Datenbrillen, die mit eingebauten Kameras die Umwelt erfassen und um virtuelle Einspielungen (auch in 3D-Qualität) ergänzen. Diese Technologie kommt beispielsweise bereits bei der Fernwartung von technischen Maschinen oder zur Unterstützung bei der Waren-Kommissionierung am Lagerregal zum Einsatz.

„Augmented Reality ist keine Zukunftsmusik, die Technologie ist state-of-the-art und heute schon in der Industrie im Einsatz.“
Dr. Jens Grubert, Leiter MixedRealityLab

Im Anschluss konnten die anwesenden Gründer ihre Geschäftsidee im Rahmen von „Deine 5 Minuten“ in einem kurzen Pitch präsentieren. Während Tobias Schmidt von FrankenDrohne über Erfolge und Herausforderungen seiner SITEBOTS Agentur für digitale Luftbild-Aufnahmen und –auswertung mittels Kameradrohne sprach, berichtete Theo van der Maas über seine Erfahrungen mit kreativen Innovationen und der Validierung von Ideen.

Der geplante Ausklang der Veranstaltung am Freisitz an der Itz musste zwar wetterbedingt entfallen, die frisch gebackene Pizza ließen sich die Teilnehmer trotzdem in der Scheune schmecken, die vor dem Starkregenschauer passenden Schutz bot. Nach einer kleinen Sommerpause im August findet der nächste Gründer:Salon am 6. September statt.

Der geplante Ausklang der Veranstaltung am Freisitz an der Itz musste zwar wetterbedingt entfallen, die frisch gebackene Pizza ließen sich die Teilnehmer trotzdem in der Scheune schmecken, die vor dem Starkregenschauer passenden Schutz bot. Nach einer kleinen Sommerpause im August findet der nächste Gründer:Salon am 7. September statt.