Recap: 8. Coburger Gründer:Salon mit ISAT/Lab on Fiber

Wo sich ehemals Pakete und Päckchen stapelten und Briefe sortiert wurden, traf sich Anfang November der Gründer:Salon – die Alte Pakethalle der Hauptpost Coburg gab dem Treffen einen ungewöhnlichen Rahmen. Gastgeber des Abends waren das Institut für Sensor- und Aktortechnik und Lab on Fiber, ein StartUp der Region.

Die umfangreichen Projektarbeiten auf dem Feld der Sensortechnik zeigte Frau Prof. Dr. Kufner vom ISAT Coburg auf. Vielfältige Messwerte können die Sensoren ermitteln, von Druck über Temperatur bis hin zur chemischen Analyse von Flüssigkeiten. Besonders beeindruckend war die Präsentation des “Chemielabors auf Chipgröße”, bei dem ein einziger kleiner, Fingernagel großer Chip die chemische Zusammensetzung von Flüssigkeiten analysierte.

Das erfolgreiche StartUp „Lab on Fiber“ aus Sonnfeld mit seinen innovativen medizinischen Fasersonden und Lasersystemen stellte Dr. Stephan Kufner im Anschluss vor. Die ultradünnen Sonden ermöglichen nicht nur den Einsatz eines Lasers im Inneren des menschlichen Körpers, sondern liefern über Sensoren zusätzlich Informationen an den operierenden Arzt über z.B. Drücke und Temperaturen. Somit ist eine noch schonendere Behandlung möglich und Verletzungen werden vermieden.

Neben der fachlichen Präsentation des Geschäftsmodells plauderte der Gründer noch “aus dem Nähkästchen” und zeigte sein Pitchdeck, mit dem er beim Businessplanwettbewerb Nordbayern dieses Jahr einen zweiten Platz belegte. Die richtige Zusammenstellung des Gründerteams (bei Lab on Fiber sind 3 Personen im Team) sei von großer Bedeutung, betonte Dr. Kufner. Auch Hartnäckigkeit müssen Gründer mitbringen, wenn sie ihre Idee zum Erfolg führen möchten. Derzeit befindet sich das Unternehmen auf der Suche nach Investoren, um den internationalen Vertrieb starten zu können.

Mit eigenen Startups ist Andreas Roppel, der an der Hochschule Coburg studiert hat, in München erfolgreich. Sein Wissen und seine Erfahrungen will er anm Gründer weitergeben und zeigen, wie man in 3 Tagen von der Idee zum Prototypen kommen kann. Mit Methoden des Design Thinking wird der Kunde schon frühzeitig mit bei der Entstehung des Produktentwicklung einbezogen und in sog. “Sprints” der Entwicklungszyklus deutlich verkürzt. Nach dem regen Interesse der Gäste werden wir Anfang 2018 einen solchen dreitägigen Workshop-Session organisieren.

Johannes Schmölz und sein Team von megeo präsentierten dann im Pitch die Betaversion Ihrer Community-App, die es Gruppen erleichtert, gemeinsame Termine zu koordinieren. Die App “meet” hilft den Nutzern, für eine geplante Aktivität schnell einen Termin zu finden, der für alle Beteiligen in eine freie Lücke im Terminkalender passt. Im Anschluß testeten die Anwesenden die App und diskutierten mit dem Gründerteam über Funktionen und mögliche Weiterentwicklungen.

Zur Stärkung kam vom benachbarten “Frankenburger” eine große Ladung frisch zubereiteter Burger und bei “Beef and Beer” ging der Abend mit gewohnt guten Gesprächen zu Ende.