Vor ungewöhnlicher Kulisse fand der Abend des Gründerwettbewerbs Pitch&Beer statt, zu dem die Initiative Zukunft.Coburg.Digital eingeladen hatte: sechs Startups stellten ihre neuen Geschäftsideen nicht wie üblich im Meetingraum vor, sondern trafen sich in lockerer Atmosphäre im Bayrish Pub in Coburg. Dort hatten sie auf der Bühne in der proppenvollen Kneipe genau acht Minuten Zeit, ihre Idee und ihr Businesskonzept darzulegen. Nach Ablauf der Zeit beendete dann das Musikantentrio von Mario Bamberger mit seinen Gaudibuam den Vortrag und signalisierte mit bayerischen Blasmusikklängen das Erreichen des Zeitlimits.

Anschließend beantworteten die Gründer dann die Fragen der vierköpfigen Jury mit Philipp Steinberger (Vorsitzender des Unterstützervereins Zukunft.Coburg.Digital e.V. und Geschäftsführer von Wöhner Elektrotechnische Systeme, Rödental), Mandy Mann (Innovationsmanagerin bei HUK-COBURG), Christian Schulz (Gründer-Berater bei BayStartUP, München) und Ozan Durukan (Gründer von meinwoody.de, Grub a. Forst).

Für den Abend hatten sich zahlreiche Startups mit ihren Ideen beworben, aus denen die Jury im Vorfeld sechs Finalisten ausgewählt hatte. Auf der Bühne präsentierten ihre Geschäftsidee:

  • AnyViz (Neuendorf bei Würzburg): Cloudlösung zur Status-Visualisierung und Steuerung der Produktion
  • Picabird/Personalkampagne (Ebensfeld): Digitales Personalrecruiting
  • Lightscape VR (Regensburg): Darstellung von CAD-Daten in Virtual Reality
  • InstruNEXT (Würzburg): Steuerung von Maschinen mit künstlicher Intelligenz und Datenanalyse
  • OctoPlate (Bamberg): innovative App für Kundenbestellungen in der Gastronomie
  • UEE (Coburg): Soziales Netzwerk für Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten

Der fränkische Tatortkommissar Fleischer aka Andreas Leopold Schadt führte in lässig-frecher Manier durch den Abend und sorgte zwischen den Startups mit Unterstützung der bayerischen Blasmusik von Mario Bamberger für gute Stimmung bei den Gästen. Nach der letzten Präsentation zog sich die Jury zur Besprechung zurück, um nach einem umfangreichen Kriterienkatalog die vorgestellten Geschäftsideen zu bewerten und vergab den Sieger des Abends zu ermitteln. Währenddessen hatte das Publikum die Möglichkeit, seinen Favoriten unter den sechs Startups zu wählen und per Onlinevoting abzustimmen. Hier konnten sich die drei Jungs des „Lokalmatadoren“ UEE aus Coburg (Frank Liebermann, Tim Hellwig und Valentin Eiber) durchsetzen und gewannen den mit 500 € dotierten Publikumspreis für ihre neue App, die die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten optimieren will. Hauptgeschäftsführer der IHK zu Coburg, Siegmar Schnabel, freute sich über das Ergebnis: „Es ist toll, dass ein Startup aus der Coburger Region mit einem vielversprechenden Konzept beim Publikum so punkten konnte, ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der weiteren Umsetzung und werde die Entwicklung mit Spannung verfolgen!“

Nach intensiver Diskussion verkündete auch die Fachjury zum Ende des Abends den Sieger des Pitch & Beer 2018. Der 1. Vorsitzende von Zukunft.Coburg.Digital, Philipp Steinberger, überreichte den mit 2.500 € dotierten Siegerpreis an Andreas Hartmann für sein Projekt Lightscape VR. Mit dieser Softwarelösung werden per Drag-and-Drop CAD-Daten visualisiert und werden durch virtual reality erlebbar auf Tablets oder 3D-Brillen. „Die Lösung ist durchdacht, marktreif und bringt dem Nutzer eine enorme Kosten- und Zeitersparnis. Das hat uns überzeugt,“ lobt Jurymitglied Mandy Mann.

Auch die Geschäftsführer der Initiative Zukunft.Coburg.Digital sind zufrieden: „Wir hatten interessante Startups, die den anwesenden Unternehmensvertretern anschauliche Einsatzmöglichkeiten von digitalen Technologien präsentiert haben,“ resumiert Geschäftsführer Eric Rösner. Sein Kollege Domenique Dölz ergänzt: „Wir sind happy, dass unsere Veranstaltung eine so große Resonanz hervorruft. Alle verfügbaren Tickets waren bereits seit einer Woche vergeben, mit 150 Gästen war der Pub heute völlig ausgebucht. Das macht Lust auf eine Fortführung des Formats.“

Hier geht es zum Interview mit UEE – Gewinner des Publikumspreises.