Zum Start der Gründerwoche 2018 hat Zukunft.Coburg.Digital den Dokumentarfilm „Startups made in Germany“ mitsamt dem Regisseur Norbert Apostel nach Coburg ins Utopolis geholt. Der Film wirft einen Blick hinter die Kulissen der deutschen Startup-Szene und zeigt aus der Perspektive verschiedener erfolgreicher Gründer von Startups wie Amorelie oder mymüsli, was für sie die Szene in Deutschland ausmacht. Eine Vielzahl von Gründern berichten von ihren zum Teil sehr unterschiedlichen Erfahrungen und Meinungen zu Themen wie zum Beispiel Finanzierungsmöglichkeiten, die Bedeutung eines funktionierenden Ökosystems oder warum es nur so wenige weibliche Gründer gibt.

Filmemacher Norbert Apostel ist selbst Gründer. Er hat in verschiedenen Kurzfilmprojekten mitgearbeitet und ist aktiver Intrapreneur und Mitgründer von ROOMHERO. Das Ziel seines Films: Einen Überblick über die Szene schaffen, über die viel geredet wird – manchmal aber eben auch aneinander vorbei.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion begrüßte Moderator Christian Schulz (ehemals Coach von BayStartUP, jetzt Vorstand Healthhackers) neben dem Regisseur Norbert Apostel auch die Präsidentin der HS Coburg, Prof. Christiane Fritze, den Hauptgeschäftsführer der IHK zu Coburg und Gründer und Unternehmer Josua Kohberg auf der Bühne des Kinosaals. Ziel der Podiumsdiskussion war es herauszufinden, wie die Situation für Startups made in Coburg ist. Was wird getan? Was muss dringend noch getan werden? Worin unterscheidet sich, die ländliche Region von den Ballungszentren.

Einhelliges Ergebnis – auch von den Betrachtern von außen: Es wird schon viel getan in Coburg. Und auch wenn die Vestestadt nicht das Silikon-Valley ist, hat sie doch ihre Vorteile: Diese liegen vor allem in der Nähe zu florierenden Wirtschaftsunternehmen, einem funktionierenden Netzwerk und weniger Konkurrenz durch andere Startups. Nichts desto trotz müssen vor allem Studenten mehr für das Thema Gründung und Startups sensibilisiert und „vom Berg geholt“ werden. Um die Lage auf dem Weg in die Digitalisierung weiter zu verbessern, möchte die IHK aus der Region eine Sonderwirtschaftszone „Modellregion 4.0 Coburg“ zu etablieren, in der es unter anderem auch bürokratische Erleichterungen für Gründer gibt.
Die Ergebnisse der Diskussion hat Daniel Härdtl live zeichnend auf einer Collage festgehalten – Stärken und Schwächen der Region plakativ dargestellt.