Pitch & Beer 2019: Coburger Startup movaco räumt Jury- und Publikumspreis ab

Bier und Business, Prosecco und Pitches – dass das zusammengeht, zeigte auch die zweite Auflage von Pitch & Beer im Münchner Hofbräu in Coburg. Hierzu lud die Digitalisierungs- und Gründerinitiative Zukunft.Coburg.Digital auch dieses Jahr wieder unter dem Titel „Deine Bühne. Dein Pitch. Deine Chance.“ ein. Jedes der sechs Startups hatte sechs Minuten Zeit, um sich und die eigene Idee der Experten-Jury und dem Publikum zu präsentieren. Nach diesem sogenannten Pitch mussten sich die Startups in weiteren sechs Minuten den kritischen Fragen der Jury stellen. Wer dabei am meisten überzeugte, durfte den Jury- und oder Publikumspreis von insgesamt 2.500 Euro und jeweils drei Monate kostenfreie Nutzung im Coworking Space am alten Schlachthof mit nach Hause nehmen.

Doch bevor es mit dem Business losging, zeigten Mario Bamberger und seine Gaudibuam, dass auch die fränkisch-fröhliche Bier-Stimmung definitiv nicht zu kurz kommen sollte an diesem Abend und heizte die Stimmung bei den über 100 Zuschauern mit zünftiger Blasmusik ein. Unterstützt wurde er vom Moderator und Tatort-Kommissar Andreas Leopold Schadt.

„Das Interesse an Pitch & Beer war auch dieses Jahr wieder so groß und das Münchner Hofbräu bis auf den letzten Platz gefüllt“, sagt Eric Rösner, Geschäftsführer von Zukunft.Coburg.Digital. „Wir freuen uns, dass wir den Startups eine so große Plattform bieten können.“

Im ersten Teil pitchten Birgit Wegner von der HofladenBOX aus Fürth mit ihrer Idee, auf einem Online-Shop regionale Lebensmittel verschiedener Zulieferer zu bündeln, das Team von bitspark mit ihrer Programmiersprache slang, für deren Nutzung keine Programmierkenntnisse notwendig sind und die Lokalmatadoren und Vorjahres-Publikumspreis-Gewinner youee. Das Team mit Franz Liebermann, Tim Hellwig und Valentin Eiber überraschte erst einmal mit einer neuen Namensgebung und präsentierte als movaco ihre Idee einer intelligenten, weiterentwickelten Mobilitäts-App, die es Mitarbeitern eines Unternehmens ganz einfach ermöglicht, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Nach der Pause stellte Adrian Beetz von AB-3D Printing aus Coburg sein Projekt eines 3D-Druckers vor, der mehrere Materialien ohne Umrüstzeiten verarbeiten kann, gefolgt von Thomas Abend von VITAS aus Nürnberg, die eine intelligente Sprachsteuerung für die Terminannahme z. B. von Friseuren und Restaurants entwickeln. Den Abschluss machte Tosca Albrecht aus Coburg mit ihrer Idee „Aus Großmutters Topf“, die kochende Senioren und Berufstätige auf der Suche nach gutem Mittagessen zusammenbringen soll.

Die Jury – in diesem Jahr bestehend aus Siegmar Schnabel (Hauptgeschäftsführer der IHK zu Coburg und stellv. Vorsitzender des Zukunft.Coburg.Digital e. V.), Dr. Carsten Rudolph (Geschäftsführer BayStartUP), Prof. Dr. Jens Grubert (Hochschule Coburg) und Lars Meisenbach (Gründer BestSens AG Coburg) – zog sich nach den Pitches zur Beratung ihres Gewinners zurück. Die Zuschauer wurden derweil nicht nur von Mario Bamberger und Andreas Leopold Schadt unterhalten, sie konnten auch ihren ganz persönlichen Favoriten über eine Online-Abstimmung küren: Und der Publikumspreis ging – wie bereits im vergangenen Jahr – an das Coburger Team movaco.

Gemeinsam mit der offensichtlich mitgebrachten Fangemeinde wurde dieser auch schon mal ausgiebig gefeiert, bis zur großen Überraschung nach der Rückkehr der Jury aus ihrer Beratungsphase: Denn auch die mit 2.000 Euro dotierte Jurywertung konnten in diesem Jahr die drei Jungs aus Coburg für sich entscheiden, gefolgt von VITAS und der HofladenBOX.

„Die Entscheidung war knapp und wir haben viel diskutiert“, sagt Jury-Mitglied Lars Meisenbach über die Entscheidung. „Am Ende hat uns die gute Mischung aus Team, Präsentation und Idee überzeugt.“

„Wir freuen uns riesig über den Preis und die Anerkennung und werden den Gewinn direkt in das Recruiting für zusätzliche IT-Fachkräfte stecken“, sagt Franz Liebermann von movaco. Und in die Förderung der lokalen Startup-Community: Das Team gab seine gewonnen drei Monate Nutzung des Coworking Space jeweils an die beiden anderen Coburger Gründer Adrian Beetz und Tosca Albrecht weiter, da sie selbst bereits als Mieter in der Schlachthofvilla angesiedelt sind.

„Letztlich zeigt der Abend, dass jeder Teilnehmer ein Gewinner ist“, sagt Domenique Dölz, Geschäftsführer von Zukunft.Coburg.Digital. „Natürlich sind die Preise reizvoll, letztendlich kann ein konstruktives Feedback aus den Reihen der anwesenden Unternehmensvertreter oder ein neuer Kontakt jedoch mindestens genauso wichtig für den Erfolg des eigenen Startups sein. Deshalb lohnt sich eine Teilnahme immer!”

In diesem Sinne: Auf eine dritte Ausgabe von Pitch & Beer im April 2020!