Selbstfahrende Transportroboter. Greifarme, die Kunststoffteile sortieren. Eine Versicherung, die komplett online abgewickelt wird. Ein riesiger Bildschirm, der den Verkehr einer ganzen Stadt überwacht. Sensoren, die rechtzeitig alarmieren, bevor Maschinen kaputt gehen. Neue Bezahlmethoden, aber auch die Veränderung in den Arbeitsweisen und in der Einstellung gegenüber dem Scheitern – die Digitalisierung und der digitale Wandel haben viele Gesichter. So auch in Coburg. Die Teilnehmer von TOTAL DIGITAL hatten vom 15. bis 17. Oktober die Chance, diese Gesichter zu entdecken.

Zukunft.Coburg.Digital hat die dreitägige Veranstaltungsreihe TOTAL DIGITAL in diesem Jahr zum ersten Mal organisiert – unterstützt von vielen etablierten Coburger Unternehmen wie der HUK-Coburg, HABA, WÖHNER, der SÜC, der Sparkasse Coburg – Lichtenfels und Radio Eins, aber auch jungen Unternehmen wie KOSYS, BestSens und Clicksports sowie Gründern wie picabird und Sarem Seitz und dem Hochschulprojekt CREAPOLIS.

„Wir freuen uns, dass so viele Unternehmen sich geöffnet und ihre digitale Kompetenz weitergegeben haben – an insgesamt 400 Teilnehmer bei 20 Veranstaltungen“, sagt Eric Rösner, Geschäftsführer von Zukunft.Coburg.Digital.

Die Unternehmen nutzten die Gelegenheit, ihr digitales Know-How zu präsentieren, wie zum Beispiel Wöhner bei der Führung durch die digitale Produktion oder die HUK-Coburg mit einem Blick hinter die Kulissen der HUK24. Die SÜC zeigte, wie eine einzige Leitzentrale den kompletten Verkehr, Strom-, Gas und Wasserfluss kontrolliert. Alle, die besonders tief in das Thema Sensorik einsteigen wollten, konnten im Workshop von Creapolis eine Luftmessstation selbst bauen oder bei BestSens in die Tiefen der Mathematik und Wartung von Maschinen mit Hilfe von Sensoren blicken.

Weitere technische Themen rund um das Thema Tracking wurden in den Vorträgen und der Podiumsdiskussion „Wie smart ist Coburg“ der Hochschule beleuchtet und Sarem Seitz erklärte im bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Coworking Space, was Deep Learning nun eigentlich wirklich kann.

„Großes Lob für die Total Digital Veranstaltung“, sagt Markus Kuhrau von IBM. „Mir haben die vier Termine, die ich besuchen konnte, viele Impulse gegeben. Außerdem habe ich interessante Leute kennengelernt und Lust bekommen, anstelle im Homeoffice auch mal im Coworking Space zu arbeiten“, sagt Kuhrau weiter.

Denn neben der Technik ist auch das Mindset und das Netzwerk entscheidend für den digitalen Wandel: Deshalb stand TOTAL DIGITAL zum Beispiel auch im Zeichen der Frage, wie die Digitalisierung das Gehirn und den Mensch (Kosys), aber auch das Recruiting (picabird) verändert, wie sich Zahlungsmethoden an neue Gewohnheiten anpassen (Sparkasse Coburg – Lichtenfels), welche Tools für eine digitale Zusammenarbeit wichtig sind (Clicksports und SÜC) und wie wir Kinder die richtige Medienkompetenz mitgeben (Wehrfritz).

Den Abschluss der drei total digitalen Tage bildete die vierte Auflage des Coburger Fuckup Clubs. Aus vollkommen unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten die beiden Gründer Christoph Kilz und Cengiz Kurt sowie der Schauspieler Frederik Leberle das Thema Scheitern – das vom Verlust großer Geldbeträge bis zur täglichen knallharten Beurteilung der eigenen Person reichen kann. Wichtig ist nur, dass man weitermacht und etwas daraus lernt.

Zukunft.Coburg.Digital bedankt sich bei allen Teilnehmern und Veranstaltern und freut sich auf eine 2. Auflage von TOTAL DIGITAL im kommenden Jahr.