TOTAL DIGITAL macht Digitalisierung in der Region greifbar!

 Mitten in Coburg virtuell durch Australien laufen, hinter die Kulissen des hauseigenen Startups der HUK-COBURG blicken oder einfach mal selbst zum UX-Designer werden. Bei »TOTAL DIGITAL – Die Coburger Digitaltage« konnten sich die Besucher selbst ein Bild davon machen, wie facettenreich Digitalisierung und moderne Arbeitsweisen sind. Unternehmen und Startups aus der Region präsentierten vom 11. bis 14. Oktober ihre digitale Kompetenz. 

 Bereits zum dritten Mal organisierte Zukunft.Coburg.Digital die Veranstaltungsreihe »TOTAL DIGITAL«, wieder mit Unterstützung von etablierten Unternehmen wie der HUK-COBURG, WÖHNER, der Agentur Markatus und süc//dacor, aber auch verschiedenen Instituten der Hochschule Coburg, der vhs-Coburg sowie verschiedenen Startups aus dem Netzwerk des Gründerzentrums. 

Ganz im Sinne der modernen Arbeitswelt fanden die Veranstaltungen in diesem Jahr je nach Thema online, in Präsenz und zum Teil sogar hybrid statt – mit einer Übertragung via YouTube für alle, die nicht persönlich teilnehmen konnten oder wollten. 

„Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Unternehmen aus der Region beteiligt waren. Zum ersten Mal hat sich TOTAL DIGITAL aber auch über ganz Oberfranken gestreckt – mit dem digitalen Barcamp des oberfrankenweiten Innovationsnetzwerks von #UFIS21“, sagt Organisatorin Kerstin Krinke, Projekt- und Netzwerkmanagerin von Zukunft.Coburg.Digital. „Durch die hybriden Veranstaltungen konnten wir Innovatoren weltweit vernetzen, die entfernteste Teilnehmerin lebt aktuell in Costa Rica,“ erklärt Krinke weiter. 

Führungen, Workshops & Vorträge – Coburg zeigt digitale Kompetenz 

Die Unternehmen und Startups nutzten die Gelegenheit ihre digitale Kompetenz im Rahmen von Vorträgen, Workshops oder Führungen zu zeigen. Die Bandbreite der Themen war dabei so vielfältig wie die Digitalisierung selbst.

Die HUK Coburg ließ gleich bei zwei Veranstaltungen hinter ihre Kulissen blicken: Timon Waltz berichtete wie die HUK Coburg sich während Corona mit Tools agil und viel schneller als geplant auf das hybride Arbeiten eingestellt hat und Tim Wölfel erzählte wie die HUK Autowelt als Startup in einem großen Konzern arbeitet. Auch bei Wöhner konnten die Besucher hinter die Kulissen schauen und die vollautomatisierte Produktion und Logistik bestaunen, in der z. B. autonome Flurförderfahrzeuge das Material automatisch an den benötigten Ort fahren oder abholen.

Digitalisierung erleben – das war vor allem auch im Mixed Reality Lab der Hochschule Coburg möglich: Mit Hilfe von über 80 Kameras wurde von den Besuchern ein 3D Modell erstellt. Auch ein virtueller Besuch in Australien war möglich: 360 Grad um den Besucher herum war eine australische Landschaft zu sehen, die sich mit Hilfe von Sensoren sogar immer an den Blickwinkel des Australien-Reisenden angepasst hat. Ebenfalls in ganz andere Welten entführte die Medienkünstlerin Mariana Carranza, bei deren Vortrag sich die Zuschauer in digitale Wesen verwandeln konnten. 

Aber auch an harten Fakten sollte es nicht fehlen bei TOTAL DIGITAL: In verschiedenen Vorträgen lernten die Besucher zum Beispiel alles über Datenschutz, Datenanalyse, LoRaWan, die Management-Methode OKR und Social Recruiting. Vor allem aber entstand nach allen Vorträgen eine spannende Diskussion – so dass die Teilnehmer auch von den Erfahrungen anderer profitieren konnten.

Zusammen innovativ sein – unter diesem Motto stand auch das Barcamp, der oberfränkischen Innovationsplattform #UFIS, an der auch Zukunft.Coburg.Digital beteiligt ist. Bei diesem Format hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, eigene Themen und Erfahrungen einzubringen. Und so wurde in den Longdrinks (längerer Austausch) und Shots (kurze Diskussionen) unter anderem über Pinguine als Vorbild für Innovation oder über Pflanzenanbau nach dem Vorbild der Raumfahrt diskutiert. Mit dabei waren Interessierte aus ganz Oberfranken und sogar eine Mitorganisatorin aus Costa Rica. 

Natürlich stand TOTAL DIGITAL aber auch dieses Jahr im Zeichen des Netzwerkens: Beim Gründerinnenbrunch sowie beim Startup-Speeddating standen der persönliche Erfahrungsaustausch und vor allem das Feedback von anderen für die eigene Gründungsidee im Vordergrund. 

Für Unterhaltung stand auch in diesem Jahr das Abendprogramm: Beim vhs-Film tauchten die Besucher in die 80er-Jahre Berlins und die Entstehung des Chaos Computer Clubs ein, bei der Office-Safari von Benjamin Keller, Markatus und Zukunft.Coburg.Digital konnten die Besucher neue Arbeitswelten und Büros erkunden und bei Bier und Bratwurst die Digitale Manufaktur in Rödental kennenlernen. 

Den Abschluss bildete wieder der beliebte Coburger Fuckup Club, bei dem drei Redner von ihren größten Fuckups berichteten: Gründer Anton Dachauer erzählte mit dem nötigen Abstand und viel Humor, wie er durch die Unzuverlässigkeit eines Kunden seine kompletten Mitarbeiter entlassen und selbst Insolvenz anmelden musste. Peggy Hoffmann berichtete, wie sie ein lange einstudiertes Theaterstück komplett in den Sand gesetzt hat und Hendrik Montag-Schwappacher erinnerte sich an die Zeit, als er bei NOMOS aus einem richtig teuren Fehler einen riesigen PR-Gag machen konnte. 

An diesem amüsanten Abend konnten Redner und Publikum über die Rückschläge gemeinsam lachen – vor allem aber haben alle drei gezeigt: Wer sich von Rückschlägen nicht unterkriegen lässt und aus den Erfahrungen für die Zukunft lernt – wird erfolgreich! Zukunft.Coburg.Digital bedankt sich bei allen Teilnehmern und Veranstaltern und freut sich auf eine neue Auflage von »TOTAL DIGITAL« im kommenden Jahr. 

www.totaldigitalcoburg.de