Pitch & Beer 2022: Rödentaler Startup räumt Jury- und Publikumspreis ab

Nach zwei Jahren Corona-Pause war es Mitte Mai endlich wieder soweit – bei Pitch & Beer präsentierten sechs fränkische Startups sich und ihre Geschäftsideen vor einem großen Publikum und vor allem einer renommierten deutschlandweiten Jury.

Endlich wieder persönlich – endlich wieder Publikum – das war der Tenor aller Startups an diesem Abend, die ihr Unternehmen zum Teil erstmalig live vorstellten. Und das vor einer beeindruckenden Kulisse: Über 100 Gäste kamen in den Innenhof der Digitalen Manufaktur in Rödental, der sich für einen Abend in einen Biergarten verwandelte. Dank schönstem Sommerwetter, der bayrisch-tiroler Verköstigung durch die neu entstehende Coburger FoodBar, die musikalische Untermalung von Mario Bamberger und seinen Gaudi-Buam und der fränkisch-herzlichen Moderation von Fernseh-Kommissar Andreas Leopold Schadt kam für die Zuschauer auch beste Biergarten-Stimmung auf.

Doch direkt bei den ersten Pitches war klar – Startups und Jury waren an dem Abend nicht nur zur Unterhaltung da. Nach dem Motto „Deine Bühne. Dein Pitch. Deine Chance.“ wollten alle sechs Gründerteams ihre sechs Minuten Pitch nutzen, um Jury und Publikum zu beeindrucken und die insgesamt ihre Chance auf insgesamt 3.000 Euro Preisgeld und drei Monate Coworking nutzen.

„Wir freuen uns, dass wir den Startups endlich wieder eine große Plattform bieten konnten,“ sagt Jochen Flohrschütz, Geschäftsführer von Zukunft.Coburg.Digital. „Die jungen Unternehmer haben nicht nur die Chance, ihr Geschäftsmodell potenziellen Kunden vorzustellen, sondern auch wertvolles Feedback von Startup-Experten zu bekommen.“

Die Jury präsentierte sich in diesem Jahr mit geballter Startup-Experten-Power: Neben Matthias Pierzyna, Innovationsmanager bei der HUK Coburg und Cengiz Kurt, selbst Gründer, Mentor und Investor aus dem Coburger Gründerzentrum, kamen in diesem Jahr auch Juroren aus Berlin und Oberschneiding nach Coburg: Simon Müller von wattx aus Berlin schaute, in wie weit die Gründer auch in das Mittelstandsumfeld des Maschinenraums von Viessmann passen und Alexander Dorn von der Silicon Valley School in Niederbayern gab den Startups die Chance, sich direkt auch für das neunmonatige Startup-Programm in Kooperation mit der Santa Clara University im Silicon Valley zu empfehlen.

Den Abend eröffnete Yannic Höhnle vom Startup Myriad Garden. Sie entwickeln mit Raumfahrttechnik einen vertikalen Garten, der es nicht nur ermöglicht auch im Winter Obst und Gemüse anzubauen, sondern auch noch Wasser und Erde spart. Die ersten Gärten sind bereits verkauft – und die Jury war begeistert. Als zweites präsentierte Philipp Miehlke von GreenDrivingCoach aus Nürnberg ihre Idee, wie Autofahrer durch ihre App und die Anpassung des eigenen Fahrverhaltens mittels Gamification Benzin und Energie einsparen können. Eine Idee, die nicht nur die Jury, sondern auch schon Kunden mit großen Flotten wie zum Beispiel Lieferdienste begeistert. Den Abschluss vor der Pause machte Valentin Kummert, der mit seinem Startup degaso in der Digitalen Manufaktur in Rödental sitzt: Er entwickelt ein Kassensystem für die Gastronomie, das vollkommen unabhängig von Hardware und Anzahl der Mitarbeiter funktioniert.